So bauen Sie klimagerecht!

Hitze und Waldbrände, Starkregen, Sturmfluten und Hochwasser extreme Wetterereignisse nehmen zu. Wohnhäuser halten solchen Naturgewalten nur schwer stand, wenn sie nicht an die aktuellen Gegebenheiten angepasst sind. Klimagerecht Bauen ist deshalb das Gebot der Stunde. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.

Was ist klimagerechtes Bauen?

«Unsere baulichen Entscheidungen sollen dazu beitragen, dass wir einerseits den Klimawandel durch CO2-Emissionen nicht weiter befeuern», sagt Energie-Experte Alexander Steinfeldt. Und es geht darum, das Zuhause an die neuen Bedingungen anzupassen. Klimagerechtes Bauen bedeutet also, Gebäude so zu planen, dass sie den heutigen und künftigen Klimaveränderungen gewachsen sind und der Bau selbst die Umwelt möglichst wenig belasten.

Ist das eine neue Idee?

«Klima-angepasstes Bauen ist so alt wie die Menschheit. Wetter und Klima haben immer wesentlich entschieden, wo und wie gebaut wird», sagt Markus Hennecke (Bayerische Ingenieurkammer-Bau). Daher sehen Häuser in den Bergen anders aus als an der Küste.

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Eine Architektin mit einem Kunden

Wie plane ich als Privatperson?

«Bauherren, die Wert auf klimagerechtes Bauen legen, müssen aktiv werden. Sie können nicht einfach ein Klimapaket dazu buchen», sagt Andreas Köhler (Bauherren-Schutzbund). Am besten: Einen Architekten oder Planer suchen, der sich auf das Thema spezialisiert hat.

Eine Hauswand ist mit Solarpanels verkleidet (1)

Woran kann man sich orientieren

Besonders energieeffizient ist das Passivhaus. Es nutzt die Wärme im Haus so gut aus, dass fast keine Heizung mehr nötig ist. Dazu braucht es eine einwandfreie Dämmung, luftdichte Fenster und eine Lüftungsanlage, die frische Luft ins Haus bringt, ohne Wärme zu verlieren. Falls doch geheizt werden muss, sollte dies möglichst mit erneuerbaren Energien geschehen. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom, der für den Eigenverbrauch gesammelt wird.

Wärmepumpe vor einem Einfamilienhaus (1)

Gibt es Förderungen?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet dazu an:

  • das Wohneigentums-Programm (124),

  • den KfW-Kredit (297, 298)

  • den KfW-Kredit (296)

  • den der KfW-Kredit (300)

Gefördert werden auch Bauten mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG)

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Welche Vorteile haben Bauherren also, die klimafreundlich bauen?

«Sie profitieren vom Einsatz natürlicher Materialien, einem geringen Energieverbrauch und einem gesunden Klima im Haus», so Andreas Köhler. «Und es hat auch einen finanziellen Vorteil», sagt Energieexperte Christian Handwerk. Denn: «Klimafreundliche Häuser haben längerfristig einen höheren Wert als konventionell errichtete Gebäude.» 

Ehingen Drohnenaufnahme

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Energieautarke Häuser

Mittlerweile gibt es sogar Häuser, die energieautark sind. Das erste hochgradig energieautarke Mehrfamilienhaus in Bayern wurde in Ehingen gebaut. Durch PV-Anlagen, Speicher und Infrarotheizungen schafft das beeindruckende Wohnprojekt eine hohe Unabhängigkeit von Energielieferanten.

Katja Fischer/dpa